Sebastian Lind: Dänische Melancholie und eine große Stimme

Das ist fast ein bißchen unheimlich. Da kommt so ein unscheinbarer Däne daher, gerade 24 Jahre alt geworden. Er setzt sich auf einen Hocker im Probenraum, räuspert sich und beginnt auf seiner Gitarre zu spielen. Und dann beginnt er zu singen, leise zunächst, aber schon hier sehr eindringlich. Mit einer klaren, konzentrierten Stimme.

So klar ist die Stimme von Sebastian Lind, wie die Herbstluft auf der dänischen Insel Fyn, wo Lind aufgewachsen ist. Aber da ist noch mehr: Kraft, Dynamik und Rhythmus nämlich, wie es für einen kurzen Moment ein wenig überrascht. Denn dort sitzt doch nur ein ziemlich kleiner, blonder Däne mit seiner Gitarre und singt…

Sebastian Lind

Sebastian Lind: 14 melancholische Songs auf seinem Album “I will follow”

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, der findet unten das Video des rein akustisch eingespielten Songs “Still here”. Ich finde es toll! Es ist einer von insgesamt 14 Titeln, die Sebastian Lind für sein aktuelles Album “I will follow” aufgenommen hat.

Musik macht Lind schon seit vielen Jahren. Zunächst lernte er Gitarre und sang ein wenig dazu, als er 17 Jahre alt war, begann er am Computer seine Songs aufzupeppen, komplexere Arrangements zu entwickeln und zu experimentieren. Und wie man auf seinem Album “I will follow” hören kann, hat es Sebastian Lind in den letzten Jahren dabei zu großer Meisterschaft gebracht. Denn das klingt richtig gut. (Als weiteres Video habe ich die Singleauskopplung “Never let go” eingebunden.)

Jetzt fehlt nur noch der richtige Erfolg. In Dänemark hatte er zwar schon vor zwei Jahren mit seinem selbstbetitelten Debütalbum (das es in Deutschland leider gar nicht zu kaufen gibt) einen ersten Achtungserfolg, jetzt soll es aber auch in anderen Ländern klappen. Denn die Sache mit der Musik scheint für Sebastian Lind eine Herzenssache zu sein. Ich mag das. Und wer auf melancholisch-fragile Popsongs mit viel Ohrwurmpotential Lust hat, der sollte sich die Platte von Sebastian Lind besorgen:

Sebastian Lind: Still here

Sebastian Lind: Never let go

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